Hallo Helmut,
kurz zu meiner medialen Präsenz. Publikationen in Spiridon und anderen Magazinen sind das Ergebnis meiner Tätigkeit als freier Mitarbeiter bei verschiedenen Redaktionen. Dies ist vorher abgesprochen und da es in der Regel außergewöhnliche, verrückte und interessante Themen sind, haben die Magazine auch Interesse dafür. Selbstdarstellung betreibe ich in diesen Reportagen nicht, sondern bringe gut recherchierte Reportagen in dem mir eigenen Stil. Das kommt wohl bei den Lesern an, sonst könnte ich das nicht bereits seit 20 Jahren machen.
Das was und wie ich es mache ist derart „verrückt, außergewöhnlich, exotisch, extrem“ etc. daß darüber immer mal wieder gerne berichtet wird. Deshalb kamen im Verlaufe meiner Karriere etliche (nicht nur Sport-)Magazine auf mich zu, um darüber zu schreiben. Aber ich dränge mich nicht auf und wäre niemals so vermessen, den Redaktionen vorzuschreiben, was sie zu publizieren haben. Und erst recht käme ich nicht auf die Idee, zu fordern, daß ich dieses oder jenes Rennen gewonnen oder Rekord aufgestellt habe und dies zu veröffentlichen sei.
Und da sind wir beim Punkt. Die sich ständig wiederholenden Leserbriefe von AK-Sportlern (seltsam, daß von jüngeren Sportlern keine solche Briefe kommen) in Spiridon sind vermessen und zeugen von einer gewissen Eitelkeit. In der Regel habe ich mich über solche Briefe amüsiert, aber nun ist mir halt mal der Gaul durchgegangen.
In meinem Leserbrief wollte ich niemanden beleidigen. Im Gegenteil, ich habe einen großen Respekt vor den Leistungen der junggebliebenen Alten. Ich wollte nur relativieren, wie unbedeutend diese Resultate im Verhältnis zu dem Spassfaktor, den menschlichen Begnungen und dem Erlebniswert sind. Ich wollte deutlich machen, daß man das alles ein wenig relaxter sehen soll und das es vermessen und eitel ist die Veröffentlichung von eigenen Leistungen zu fordern. Die Macher solcher Magazine sind Profis, kennen die Bedürfnisse ihrer Leser und entscheiden letztendlich selber was sie zu publizieren haben bzw. wo sie in dem knappen Platz der zur Verfügung steht Schwerpunkte und Prioritäten setzen müssen.
Durch die gebotene Kürze eines Leserbriefes konnte ich das so nicht darstellen und habe wohl auch in der Argumentierung etwas überreagiert (zum Glück ist der Schlett auch nur ein Mensch, der Fehler macht und kein Roboter!). Sollten sich durch meine Formulierung AK-Sportler beleidigt fühlen, dann tut mir das leid. Dies war nicht in meinem Sinne und ich entschuldige mich dafür.
Herzliche Grüße
Stefan Schlett |